Trauer darf kein tabu sein...

Kinder und der Tod
Aus der Entwicklungspsychologie:
 
Kinder wollen sich mit dem Tod auseinandersetzen und sie haben die Stärke dazu. Kinder gehen oft sehr nüchtern und neugierig mit dem Tod um. Dafür gibt es mehrere Gründe:
  • Sie nehmen den Tod noch nicht so ernst.
  • Sie haben das Tabu noch nicht einstudiert: "Darüber spricht man nicht."
  • Sie nehmen den Tod an als einen Bestandteil des Lebens.
  • Kleinkinder, selbst Säuglinge reagieren auf Verlust und Trennung.

Bis 5 Jahre:
  • Kinder verfügen nicht über definierbaren Zeitbegriff.
  • Die Endgültigkeit des Todes wird noch nicht verstanden.
  • Der Tod ist wie eine Reise in eine andere Welt.
  • Kinder reagieren mit Neugierde, stellen Fragen.
  • Trauer von Bezugspersonen nehmen sie sensibel wahr und reagieren darauf.

5 bis 8 Jahre:
  • Endgültige Trennung wird allmählich verstanden und akzeptiert
  • Dass der Körper zerfällt, wird bewusst
  • Es wächst die Gefahr, dass sich Ängste aufbauen
  • Der Tod als Bestrafung für böse Taten
  • Personifizierung: Der Tod, Geister...
  • Trennungsangst
  • Todesbescheinigung (vom Arzt des Spitals oder Heimes)

Ab 8 Jahre:
Ab 8 Jahren begreifen Kinder wie radikal der Tod ist, und dass er unumkehrbar ist. Sie kommen allmählich zu einem sachlich-nüchternen, reiferen Verständnis. Zugleich erfassen sie aber auch die Trennung mit letzter Endgültigkeit. Ihre Art zu trauern gleicht schon der von Erwachsenen. Sie überwinden sie allerdings leichter, weil sie sehr stark dem Leben zugewandt sind, leben wollen. Und weil ihre Trauerprozesse schneller beginnen. In dieser Altersstufe baut sich aber auch eine Idee von Weiterleben nach dem Tod auf, nachdem vorher lediglich bildhafte Vorstellungen da sind.
 

Ab 12 Jahren:
Mit dem Eintritt in die Pubertät wird alles anders: Es kommt zu massiven Stimmungsschwankungen, einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Leben, zwangsläufig auch mit dem Tod. Der Lebenswille schlägt oft um in eine Art Todessehnsucht, Suizidgedanken, Bestrafungsphantasien (Eltern).

4 Faktoren, die die Verarbeitung einer Todeserfahrung deutlich erschweren, und die auch im Blick auf das pädagogische Wirken zu bedenken sind:

1. Die Pubertät bringt im Zusammenhang mit der Identitätsfindung oft einen starken Rückzug der Jugendlichen in sich selbst mit sich. Sie verbringen viel Zeit allein in ihrem Zimmer, gehen Gesprächen mit Erwachsenen aus dem Weg. Mädchen sind oft tieftraurig, bis hin zur Entwicklung von Depressionen, Suizidgedanken, Essstörungen. Gerade das Gespräch und die Hinwendung zum Leben sind jedoch dringend nötig, um aus der Phase 3 (Rückzug) wieder weiter zu kommen.
2. Die Ablösung von der Familie, verbunden mit der Kritik an Normen und Autoritäten, kann dazu führen, dass beim Tod eines Familienmitglieds massive Schuldgefühle entstehen.
3. Bei Jungen ist das starke Bedürfnis ausgeprägt, in einer Clique anerkannt zu sein, nicht zum Aussenseiter zu werden. Das kann Hilfe, aber auch Hindernis der Trauerarbeit werden: Männer weinen nicht und Ähnliches. Wenn ich keinen Raum habe, meine Gefühle von Trauer auszuleben, ich sie, um nicht sozial uninteressant zu werden, ständig unterdrücke, bleibt Trauer unbewältigt wie ein eiskalter Block in mir zurück.
4. In der entscheidenden Phase der Identitätsfindung zeigen Jugendliche einen ungeheuren Lebenshunger, aber auch deutliche Signale von Lebensüberdruss bis hin zu Selbstmord, wo kein Sinn im Leben aufzufinden ist. In dieser Phase den Verlust eines lieben Menschen zu erleiden, ist äusserst schwierig und führt in ein emotionales Chaos hinein.
 
Konsequenzen für den Umgang mit Kindern:
 
1. Fragen nicht ausweichen - Antworten versuchen
"Warum ist die Oma gestorben?" - Hören wir hinter den Fragen der Kinder die eigentliche Frage heraus?
Denken wir nicht in die Fragen der Kinder unsere eigenen Fragen hinein?
Ist der medizinische Befund gefragt? Sind theologische oder philosophische Antworten nötig?
Hinter vielen Fragen der Kinder zum Tod steht einfach der Schmerz über den Verlust und das Verlassensein. Das ist aber eigentlich gar keine Frage mehr, sondern eine Feststellung, und deshalb gehen viele Antwortversuche an dem vorbei, was das Kind eigentlich bräuchte und was ihm gut tun würde.
Insofern heisst die Antwort auf die Frage "Warum ist ... gestorben?" oft: "Du, ich bin auch sehr traurig. Aber ich bin froh, dass ich dich habe." Und das braucht man eigentlich schon gar nicht mehr zu sagen, sondern wenn man das Kind in den Arm nimmt, ist das genauso gesagt.

2. Aufrichtig bleiben
"Wo ist denn der Opa jetzt?" - "Der Opa ist fortgegangen."
Nein, das ist nicht wahr. Denn dann würde er wohl wiederkommen.
Aber er kommt nicht wieder. Wir legen ihn ins Grab. Seine Hülle, seinen Körper. Und wir hoffen, dass der Opa jetzt bei Gott ist. Das, was wir nicht sehen können von ihm.

3. Helfen, dass sich keine Angst aufbaut
"Wie ist das, wenn man tot ist?"- Ich glaube, dass dann alles gut ist.
Dass jemand, der sehr krank war, dann keine Schmerzen mehr hat.
Und dass man dann bei Gott ist, der die Menschen lieb hat.
Und bei ihm ist es hell und schön.
 
4. Ratlosigkeit zugeben
Was Sie nicht glauben, müssen Sie auch nicht sagen. Sie müssen es aber auch nicht verneinen.
Trauen Sie sich ruhig zu sagen: Ich weiss es nicht. Aber ich hoffe, dass es so ist ...
Oder: Ich will jemand fragen, der mehr davon weiss. Oder: Ich will darüber nachdenken, wir sprechen noch einmal darüber.

5. Rituale anbieten
  • zum Grab gehen
  • eine Kerze anzünden
  • eine "Gedenk-Ecke" einrichten
  • einen Brief schreiben
  • Blumen zum Grab/zur Unglücksstelle bringen
  • vertraute Orte aufsuchen

Produktinformationen zu „Ein Himmel für Oma “

Eines Morgens sitzt Chaja, Omas kleiner gelber Vogel, nicht mehr auf ihrer Stange. Sie ist krank. Und wenig später stirbt sie. "Musst du auch einmal sterben?", fragen Valentin und Lena ihre Oma besorgt. Oma nickt. "Aber wisst ihr, Chaja lebt in unseren Herzen weiter, weil wir sie so lieb haben", sagt sie. Und so wie der kleine Vogel lebt auch Oma nach ihrem Tod in Valentins und Lenas Erinnerung fort.

Wenn es um das Thema Sterben und Tod geht, ist die Verunsicherung oftmals gross. Viele Erwachsene haben Angst, sich falsch zu verhalten. Doch Kinder können meist mehr verstehen und verarbeiten, als wir denken. Dieses Buch möchte Familien und Erzieher dabei unterstützen, ein behutsames und doch offenes Gespräch zu führen.

Klappentext zu „Ein Himmel für Oma “

Eines Morgens sitzt Chaja, Omas kleiner gelber Vogel, nicht mehr auf ihrer Stange. Sie ist krank. Und wenig später stirbt sie.
"Musst du auch einmal sterben?", fragen Valentin und Lena ihre Oma besorgt.
Oma nickt. "Aber wisst ihr, Chaja lebt in unseren Herzen weiter, weil wir sie so lieb haben", sagt sie.
Und so wie der kleine Vogel lebt auch Oma nach ihrem Tod in Valentins und Lenas Erinnerung fort.

Wenn es um das Thema Sterben und Tod geht, ist die Verunsicherung oftmals gross. Viele Erwachsene haben Angst, sich falsch zu verhalten. Doch Kinder können meist mehr verstehen und verarbeiten, als wir denken. Dieses Buch möchte Familien und Erzieher dabei unterstützen, ein behutsames und doch offenes Gespräch zu führen.

Hallo! Ich bin Willi. Du kennst mich bestimmt aus dem Fernsehen. Als Reporter bin ich für euch unterwegs und erkunde die Welt. "Wie ist das mit dem Tod?" Willi wendet sich heute einem sehr schwierigen Thema zu, dem Tod. Alles, was lebt, muss eines Tages sterben; Pflanzen, Tiere und eben auch Menschen. Dennoch ist es sehr schwierig, diese Tatsache einfach so hin zu nehmen. Wenn ein geliebter Mensch nicht mehr das ist, fehlt unendlich viel. Willi trifft Menschen, die mit dem Tod zu tun haben. Entweder beruflich, weil sie Bestatter, Pfarrer oder Arzt sind. Oder, weil sie "Hinterbliebene" sind: Trauernde, die jemanden, den sie lieben, an den Tod verloren haben. Oder aber, weil sie "dem Tod Geweihte" sind: Sterbenskranke, die wissen, dass ihnen nur eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung steht. Jeder seiner Gesprächspartner erzählt dem Reporter offen und ehrlich, was der Tod für ihn bedeutet und worin die größte Schwierigkeit bestehen.


Vom Anfang und Ende aller Dinge Eine sensibel erzählte Geschichte über die tiefe Verbundenheit zweier Freunde. Sie hilft Kindern, mit dem Tod eines geliebten Menschen umgehen zu können.

Für Lisa ist Otte der Größte. Er weiß auf alle ihre Fragen eine Antwort und ist für jeden Spaß zu haben. Aber eines Tages kommt Otto nicht mehr zu Lisa in den Garten. Er wird sterben. Lisa spricht ein letztes Mal mit ihm über das Leben und darüber, was danach passiert. Nach Ottos Tod ist Lisa sehr traurig und fühlt sich von ihm alleingelassen. Doch dann begreift sie, dass er immer noch da ist - in ihrem Herzen.

- Sensible und poetische Geschichte zum Thema "Tod"; - Unterstützt Kinder im Umgang mit Abschied und Trauer; - Mit stimmungsvollen Illustrationen und Trost spendender Botschaft

Vorwort
Vom Anfang und Ende aller Dinge

Autorentext
Anette Bley studierte Malerei und Grafik an der University of Iowa, USA, an der Kunstschule Rödel in Mannheim und an der Akademie der Bildenden Künste in München. 2002 erhielt sie am Institut für ganzheitliches Lernen auf Basis der Montessoripädagogik ihr Diplom in Bad Wiessee. Seit über 18 Jahren arbeitet sie als freie Kinder- und Jugendbuchillustratorin sowie als Autorin von Bilderbüchern für verschiedene internationale Verlage. Anette Bley ist an verschiedenen Einrichtungen in München als Dozentin tätig, u.a. an der Bayrischen Akademie für Film und Fernsehen BAF sowie an der FH für Gestaltung in Augsburg. Mit ihrer Familie lebt sie in München.

Anette Bley studierte Malerei und Grafik an der University of Iowa, USA, an der Kunstschule Rödel in Mannheim und an der Akademie der Bildenden Künste in München. 2002 erhielt sie am Institut für ganzheitliches Lernen auf Basis der Montessoripädagogik ihr Diplom in Bad Wiessee. Seit über 18 Jahren arbeitet sie als freie Kinder- und Jugendbuchillustratorin sowie als Autorin von Bilderbüchern für verschiedene internationale Verlage. Anette Bley ist an verschiedenen Einrichtungen in München als Dozentin tätig, u.a. an der Bayrischen Akademie für Film und Fernsehen BAF sowie an der FH für Gestaltung in Augsburg. Mit ihrer Familie lebt sie in München.


Geschwister – Kriegsbeil und Friedenspfeife

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Ich plagte, sie petzte – so lässt sich die Beziehung zu meiner vier Jahre jüngeren Schwester in unseren Kinder- und Jugendjahren beschreiben. Sie nutzte den Bonus als Jüngere, ich den Vorteil als Stärkere aus. Als Mutter von drei kleinen Kindern bin ich nun erneut Plagereien und Petzereien ausgesetzt. «Ich hatte das Buch zuerst!», «Du bist schon sooo lange auf dem WC!» – Die Welt ist ganz, ganz ungerecht unter Geschwistern.
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Stark im Umgang mit Leistungsdruck, Ärger und Sorgen

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Fabian Grollimund gibt Tipps.....
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Damit das Jahr noch besser wird, möchten wir Ihnen eine wirksame Methode
im Umgang mit Stress, Sorgen und Ärger vorstellen. Sie eignet sich für Groß und
Klein und Sie benötigen dazu lediglich einen Stift und ein Blatt Papier! Mehr erfahren
Sie unter:

https://app.getresponse.com/click.html?x=a62b&lc=B5nc65&mc=CL&s=VoHwmh&u=nR4&y=Q&


In einem zweiten Artikel stellen wir uns die Frage, ob das Vorurteil, dass Mädchen
unbegabter in mathematischen Fächern sind, tatsächlich zutrifft. Wir stellen Ihnen die
Forschungslage zu dieser Thematik vor, die mit interessanten und teilweise überraschenden
Befunden aufwarten kann:

https://app.getresponse.com/click.html?x=a62b&lc=B5npB9&mc=CL&s=VoHwmh&u=nR4&y=p&

In letzter Zeit haben uns viele Lehrpersonen zurückgemeldet, dass sie im Unterricht
gute Erfahrungen mit Achtsamkeitsübungen gemacht haben. Im folgenden Artikel
beschreiben wir, weshalb die Achtsamkeitspraxis gerade für Kinder mit Konzentrations-
schwierigkeiten eine Hilfe sein könnte:

https://app.getresponse.com/click.html?x=a62b&lc=B5npSd&mc=CL&s=VoHwmh&u=nR4&y=W&

Liebe Grüße
Stefanie und Fabian

P.S. Auch 2019 haben wir eine ganze Reihe spannender Seminare für Eltern und
Weiterbildungen für Fachpersonen (Lehrer/innen, Heilpädagoginnen, Psychologen)
geplant. Sie finden die Jahresprogramme im Anhang am Ende dieser E-Mail.
Besonders hinweisen möchten wir Sie auf die neue Weiterbildung "Wie Schule gelingt".
Wir freuen uns auch, Ihnen mitzuteilen, dass unsere Weiterbildung "Lerncoaching mit
Jugendlichen und Erwachsenen" nach München kommt.

Akademie für Lerncoaching, Albulastrasse 57, 8048, Zürich, Schweiz


Der Schlumpf Song gegen Pädophile

Zuerst einmal finde ich es ganz wichtig, dass das Thema „Nicht mit Fremden mit gehen“ immer wieder angesprochen wird. Nicht als Panikmache, sondern ganz sachlich, immer mal wieder mit den Kids besprochen wird. Idealerweise sagt man den Kindern nicht einfach: „Ihr dürft nicht mit dem fremden Mann mitgehen, nein, nein.“ Sondern versucht mit Fragen und Gegenfragen, die Kids auf die richtigen Möglichkeiten aufmerksam zu machen: „Was würdest du tun, wenn dich jemand ansprechen würde den du nicht kennst? Warum würdest du nicht mit ihm mit gehen? Und wenn er sagt, dass er schöne Kätzchen hat? Was kannst du tun, wenn er dich nach deinem Namen und deiner Adresse fragt? Was machst du, wenn er dir den Weg versperrt?“ usw. Es ist wichtig, dass man das immer mal wieder zu Hause am Mittagstisch, wenn man unterwegs ist oder sich sonst irgendwie eine Gelegenheit bietet, mit den Kindern bespricht. Man kann solche Dialoge auch mal zusammen „üben“, ohne aber den Kindern Angst zu machen.


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Überlebenstipps für den Erziehungsalltag
Wir könnten uns jeden Tag an die 100 Mal über unsere Kids aufregen. Schuhe im Eingang, Zähne nicht geputzt, Hände nicht gewaschen, Schulsachen die irgendwo wild verstreut herum liegen. Oder Sportsachen, Postkarten, T-Shirts, Jacken auf Treppen, draussen vor der Türe in Badezimmern. Anweisungen, die nicht befolgt, Hausarbeiten und Aufgaben, die nicht erledigt werden, unordentliche Zimmer, Berge von dreckigen Kleidern, die in Zimmern liegen. Trotzanfälle an allen möglichen und unmöglichen Orten.
Oh ja.pdf
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Was tun wenn Kinder hauen und beissen....?
Sie sind klein, sie sind süss und ganz plötzlich passiert etwas, womit niemand gerechnet hat:
Sie beissen. Sie hauen.
Manchmal beides zusammen.
Ein Schock für viele Eltern, hätten sie doch niemals gedacht, dass so ein kleines, niedliches Kind, so etwas Böses tun würde. Und sie tun genau das, was sie eigentlich nicht tun sollten: Sie fangen an zu reden. Sie reden und reden und lamentieren und schimpfen, sie erklären dem kleinen Kind, wie böse das ist, und das man so etwas nicht tun darf, und dass es weh tut, und dass sie enttäuscht sind und überhaupt. Sie hören gar nicht mehr auf und schenken damit dem Kind Aufmerksamkeit für etwas, das sie eigentlich gar nicht möchten.
Wenn Kinder hauen und beissen.pdf
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Elternkurse und Beratung

Das Programm wurde in den 80er Jahren von Prof. Matt Sanders an der Universität Queensland in Australien entwickelt. Das Programm setzt auf Prävention bei der Erziehung und fördert die Kompetenz und das Selbstvertrauen der Eltern.Es wird ständig wissenschaftlich begleitet und überprüft (in der Schweiz durch das Familieninstitut der Uni Fribourg).

Verglichen mit anderen Programmen beschreibt Triple P wichtige Erziehungskompetenzen besonders konkret und detailliert. Nur klare und möglichst anschauliche Hinweise in einem Ratgeber, einer Beratung oder einem Elternkurs führen tatsächlich auch zu Veränderungen im Erziehungsverhalten. Die Förderung von Erziehungskompetenzen lässt sich also nicht allein durch Hinweise wie „Loben Sie ihr Kind öfter!“ erreichen, sondern nur durch klare und konkrete Hilfen: „So loben Sie Ihr Kind am Besten!“.

Konkrete Vorschläge für Eltern

Der Kurs zeigt, wie ihr als Eltern in verschiedenen Situationen positiv und kindgerecht reagieren können. Die tatsächlichen Erziehungsziele, Werte und Normen werden jedoch nicht von Triple P oder einer anderen äußeren Instanz vorgegeben, sondern von den Eltern selbst bestimmt. Ihr entscheidet selber, welche Ziele ihr euch setzen wollt, welche Empfehlungen  zu euch und euren Kindern passen und welche ihr in eurem Erziehungsalltag umsetzen möchten.
Eine wichtige Leitfrage kann dabei sein:
Hilft dies eurem Kind, im Leben seinen Weg zu finden und mit sich und seinen Mitmenschen gut zurecht zu kommen?

Die Grundlage einer positive Erziehung sind Zuwendung und angemessene Kommunikation.

Die folgenden fünf Regeln bilden die Grundlage für Triple P, auf denen alle im Kurs bearbeiteten Strategien aufbauen:

  • für eine sichere und interessante Umgebung sorgen
  • das Kind zum Lernen anregen
  • im Verhalten konsequent sein
  • angemessene Erwartungen an das Kind haben
  • die eigenen Bedürfnisse nicht vernachlässigen